Ein Stück Kunst entsteht


Entgegen dem herkömmlichen Verfahren Keramik zu brennen (langsames Abkühlen im geschlos- senen Ofen), wird beim Raku das Objekt im noch glühenden Zustand bei 1000°C dem Ofen ent-nommen.
 
Die Rohgebrannte Keramik wird im Holz- oder Gasofen bei ca. 1000°C gebrannt, bis die Glasur ausgeschmolzen ist.
 
Danach wird der Ofen geöffnet und das Brenngut noch rot glühend mit Zangen aus dem Ofen entnommen.
 
Nach kurzer Abkühlung an der Luft wird die noch mehrere 100°C heisse Keramik in einer mit Sägemehl gefüllten Tonne geräuchert. Dabei werden die entstehenden Flammen sofort erstickt und die Glasur wird durch den fehlenden Sauerstoff erfährt einen Reduktionsprozess. Dadurch entstehen die typischen Glasursprünge von RAKU-Keramiken.
 
Schliesslich werden die immer noch heissen Stücke in Wasser vollends abgekühlt. Der Luftausschluss verhindert eine Reoxidation.
 
Zum Abschluss wird der Russ und andere Verunreinigungen mit Stahlbürsten gereinigt.
 
Die Stücke, die diese Prozedur überstehen, tragen die Spuren von Zange, Feuer und Rauch und ver-danken diesen ihre Lebendigkeit und Individualität wodurch jedes Stück ein unnachahmliches Unikat.
 

  Die typische Crackle-Struktur von Raku  
© 2003-2011 by Beda Oberhänsli • Seiten-Aktualisierung: 22. Januar 2016 
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